Ereignistafel von 1970 bis 1979

Jahr/Monat/Datum Ereignis
1970
Mai Die KSSA wird durch den Minister für Nationale Verteidigung als „Bester
Truppenteil der NVA“ ausgezeichnet.
Juni 25.-26. Zum 25. Jahrestag der PSKF besucht ein Verband der VM unter Leitung von
Vizeadmiral Ehm Gdynia. Zum Verband gehören das KSS „Ernst Thälmann“
als Flaggschiff, ein MLR, ein U-Jäger und ein MSR.
Okt. 10.-17. Teilnahme des KSS „Ernst Thälmann“ am Manöver „Waffenbrüderschaft“ des
Warschauer Vertrages
1971
Juli 06.-10. KSS „Karl Marx“ nimmt als darstellende Kraft an der KSÜ „Sojus 71“ teil.
Von Bord des KSS „Karl Marx“ aus beobachten E. Honecker, Armeegeneral
Hoffmann, Vizeadmiral Ehm u. a. Persönlichkeiten Gefechtshandlungen von
Raketen-, Torpedo- und U-Jagd-Kräften der VM in See.
Dez. 01. Umbenennung der KSSA in 4. KSS-Abteilung. Im Zusammenhang damit
erhält das KSS „Ernst Thälmann“ die Bordnummer 141 und das KSS „Karl
Marx“ die Bordnummer 142
1972
Juni 18. Kubas Partei – und Regierungschef Fidel Castro besucht die Volksmarine,
KSS „Karl Marx“ schießt Ehrensalut.
Sept. 21. Der Präsident der CSSR Gustav Husak besucht die Volksmarine und weilt
auch in der 4. KSSA
1973
Apr. 09.-13. Teilnahme an der gemeinsamen Übung „Taifun“
Juli 27.-31. KSS „Ernst Thälmann“ als Flaggschiff macht zusammen mit dem UAW-Schiff
„Wismar“ (Typ Hai) und dem MAW-Schiff „Bernau“ zu einem offiziellen
Flottenbesuch, der von Vizeadmiral Ehm geleitet wird, in Leningrad fest.
Okt. 05.-09. KSS „Ernst Thälmann“ als Flaggschiff nimmt zusammen mit 2 UAW- und 3
MAW-Schiffen an einem Flottenbesuch in Gdynia teil. Leitung des BesuchsVerbandes: Vizeadmiral Ehm. Nach Ausfall beider Maschinen muss das Schiff
auf der Rückfahrt geschleppt werden.
1974
Sept. 03.-13. Teilnahme des KSS „Karl Marx“ an der Kommandostabsübung „WAL-74″
Okt. 07. Stehende Flottenparade im Rostocker Stadthafen, Flaggschiff: KSS „Ernst
Thälmann“
1975
Juni 5.-14. Während einer Inspektion des Ministeriums für Nationale Verteidigung in der
4. Flottille wird auch die 4. KSSA überprüft.
Juni-
Juli
27.-
01.
Unter Leitung von Admiral Ehm nimmt die „Karl Marx“ als Führerschiff mit
einem U-Jäger „Hai“ und zwei MSR am Flottenbesuch zum 30. Jahrestag der
PSKF teil.
Sept. 22.-26. Die 4. KSSA ist Teilnehmer der KSÜ mit darstellenden Kräften „Meridian-75“.
1976
März-
März 1977
Ausbildung des Offiziers – und Berufs-Unteroffiziersbestandesin Vorbereitung
der Übernahme von KSS Projekt 1159 in Baku (seemännische Laufbahnen)
und Leningrad (Maschinenpersonal)Beitrag: 1159-Ausbildung in Baku
Juli 25.-29. KSS „Ernst Thälmann“ und das Schulschiff „Wilhelm Pieck“ sind Teilnehmer
eines Flottenbesuches in Leningrad, der unter Leitung von Vizeadmiral Ehm
steht. Das KSS wird in den Paradeverband zum „Tag der Seekriegsflotte“
eingegliedert.
Aug. 31. KSS „Karl Marx“ wird außer Dienst gestellt. Das Schiff dient zeitweilig noch als
Wohnschiff für die neu zu formierenden 1159-Besatzungen.
1977
April Formierung der Besatzungen für die KSS 1159 in Warnemünde und Beginn
einer intensiven Vorbereitung auf die Übernahmen der ersten beiden Schiffe.
Aug. 29. Als letztes Schiff des Projektes 50 wird KSS „Ernst Thälmann“ außer Dienst
gestellt.
Nov.-
Feb. 1978
Bordausbildung der 1. Besatzung für Projekt 1159 in Poti (Schwarzes Meer,
Grusinien) auf dem Typschiff „Delphin“ mit Bord-Nummer 696
1978
Mai-
Juni
15.-
16.
Das KSS 1159/1 wird mit sowjetischer Bordnummer 693 von Sewastopol über
Schwarzes Meer, Mittelmeer, Ost-Atlantik, Nordsee und Ostsee nach
Warnemünde geschleppt.Beitrag: Im Schlepp von Sewastopol nach Warnemünde
Juli 01.-05. See-Erprobung als Abschluss der Übernahme 1159/1
06. Kleine Indienststellung des Schiffes 1159/1 durch den Chef der 4. Flottille
(Unterzeichnung des staatl. Übernahmeprotokolls, Flaggenwechsel)
25. Als erstes Schiff des Projektes 1159 wird die „Rostock“ mit Bordnummer 141
durch den Minister für Nationale Verteidigung, Armeegeneral Heinz Hoffmann,
im Stützpunkt Warnemünde offiziell in Dienst gestellt.
1979
Jan. Zum Jahreswechsel toben mehrere Schneestürme über die Ostsee-Küste.
Meterhohe Verwehungen lassen den Straßen- und Eisenbahn-Verkehr
zusammenbrechen. KSS-Personal ist im Übersee-Hafen, auf der Autobahn
Rostock-Berlin und an der Bahnstrecke Rostock-Stralsund im Einsatz.
Jan.-Apr. Bordausbildung der 2. Besatzung für 1159 in Poti
April SS „Rostock“ nimmt an den Übungen „Start 79″ und „Polygon 79“ teil.
Mai ? Kleine Indienststellung des Schiffes 1159/2 durch den Chef der 4. Flottille
(Unterzeichnung des staatl. Übernahmeprotokolls, Flaggenwechsel). Vorher
war das Schiff von seiner Bauwerft am Schwarzen Meer über das
Binnenwasserstraßen-System der SU und die Ostsee nach Baltijsk überführt
und dort komplettiert worden.
10. Der Chef der Volksmarine, Admiral Wilhelm Ehm, stellt das KSS 142 offiziell
unter dem Namen „Berlin“ in Dienst. Einige Wochen später wurde der Name
des Schiffes in „Berlin – Hauptstadt der DDR“ geändert. Die Komplettierung
des Namens war von der Berliner Bezirksleitung der SED gefordert worden.
Juni Teilnahme des KSS „Rostock“ zur Sicherstellung des Schießabschnittes der
Raketenschnellboote in Baltijsk
Juli 27.-31. Flottenbesuch des KSS „Berlin“ zusammen mit dem Schulschiff „Wilhelm
Pieck” in Tallinn (Tag der Seekriegsflotte der UdSSR). Der Besuch steht unter
Leitung von Admiral Ehm.
Okt. 07. Stehende Flottenparade im Stadthafen Rostock bei Teilnahme beider KSS
1159 aus Anlass des 30. Jahrestages der Gründung der DDR. Das KSS
„Rostock“ ist Flaggschiff des Verbandes.
1979/1980 Einrichtung der UAW-Zonen der Volksmarine. Nach Auslösung höherer
Stufen der Gefechtsbereitschaft handelt der Chef der 4. KSSA (später
4. KSSBr) mit seinem Führungspunkt als Chef der Suche und koordiniert in
See die Handlungen der UAW-Kräfte der Volksmarine und zugeteilter Kräfte
der VOF. Diese Aufgabe bleibt bis zur Auflösung der Volksmarine bestehen.

1960 bis 1969 1980 bis 1991

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