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Die Geschichte des Marinestützpunktes „Hohe Düne“ 1913 – 1990

Diesen Beitrag hat uns Adolf „(Adi“) Tippach zur Verfügung gestellt. Den Älteren unter uns ist Adi noch als KS-Boots- und MLR-Kommandant, später als OP-Dienst in der 4. Flottille bekannt.Nach der Wende arbeitete er als Zivilbediensteter in der Dokumentenstelle des Marinestützpunktes. Insgesamt war er so 39 Jahre (1958 -1997) in der Dienststelle Hohe Düne tätig.

Veröffentlicht in KSS Broschüre Teil 7

Küstenschutzschiffe waren unter der Flagge der Volksmarine und im Bestand der 4. Flottille ab 1965 ständig im Stützpunkt Hohe Düne stationiert. Im November 1965 wurden vier KSS des Projektes 50 von Saßnitz nach Warnemünde verlegt und als KSS-Abteilung durch die 4. Flottille übernommen. Als 1977 das letzte Schiff dieses Projektes außer Dienst gestellt war, erfolgte ab 1978 die Ablösung durch drei KSS des Projektes 1159. Von 1981 bis 1982 wurden der 4. Sicherungs-Brigade acht UAW-Schiffe des Projektes 133.1 zugeführt, die ab 1984 ebenfalls als KSS klassifiziert wurden. Die in diesem Zeitraum erfolgten baulichen Veränderungen an Land und im Hafenbereich des Stützpunktes sowie die Veränderungen im Kampf- und Hilfsschiff-Bestandder 4. Flottille haben die KSS-Besatzungen miterleben können. Wer aber kennt die ganze Geschichte des Stützpunktes Hohe Düne bis zum Jahr 1990? Dieser Beitrag soll darüber Aufschluss geben.

1913-1945
Marinefliegerstützpunkt, Flugzeugbau, Fliegerschule, Fliegerhorst

Auf Vorschlag von Flottenadmiral Tirpitz unterschreibt Kaiser Wilhelm II. im Jahre 1913 ein Dekret über den Aufbau einer Fliegereinheit der Marine im Bereich der Hohen Düne in Warnemünde östlich der Warnow. Dieser Ort scheint besonders geeignet: die relativ ruhige Wasserfläche des Breitlings, die unmittelbare Nähe der Ostsee, Bauholz aus der nahen Rostocker Heide. Noch im gleichen Jahr beginnen die Arbeiten. Flachliegendes Land wird erhöht und mooriges Gelände verfüllt. Schon ein Jahr später, im August 1914, stehen auf dem Geländedrei große Hallen für die Aufnahme von Flugzeugen. Ein Rollfeld für Radflugzeuge ist angelegt. Die Marine hat sieben Wasserflugzeuge stationiert. Das Platzkommando besteht aus zwei Offizieren und 24 Mannschaften. Der Marinefliegerstützpunkt Hohe Düne ist entstanden.

Noch im Jahr 1914 findet der erste deutsche Seeflugwettbewerb auf diesem Flugfeld statt. Es bewerben sich 26 in- und ausländische Flugzeuge um Teilnahme. Mitten in diesen Wettbewerb fällt am 2. August 1914 der Ausbruch des 1. Weltkrieges. Alle teilnehmenden Flugzeuge werden beschlagnahmt. Die anwesenden Reservisten und Kriegsfreiwilligen unter den Piloten erhalten ein „Matrosenpäckchen“ und werden so zu aktiven Marineangehörigen. Ein Kapitänleutnant Kunze erhält das Kommando als Flugplatzleiter über jetzt 21 Flugzeuge, ein Torpedoboot, ein Motorboot, zwei Dampfbarkassen und einen Hebeprahm. In der Folgezeit wird der Flugplatz zügig ausgebaut. Es entstehen weitere Flugzeughallen (insgesamt jetzt 12), Dienst- und Wirtschaftsgebäude, eine Krankenstation sowie Unterkünfte für das Personal. Das ist auch bitter nötig, denn auf dem Marinefliegerstützpunkt wird ein Seeflug-Versuchskommando (SVK) in Stärke von 1500 Mann (darunter 60 Offiziere) stationiert. Hauptaufgabe dieser Einheit sind die Erprobung neuer Flugzeuge, Waffen und Ausrüstungen, das Formulieren von taktischen und technischen Anforderungen für Neuentwicklungen und die Auftragserteilung. Auch der Schriftsteller Hans Bötticher, besser bekannt unter den Namen Joachim Ringelnatz, versieht von 1914-1915 zeitweilig Dienst als Maat auf der Hohen Düne.

Während der Kriegsjahre herrscht ein reger Flugverkehr. Aus dem Jahre 1918 ist eine Beschwerde der Marineleitung überliefert, dass die Oberleitungder seit 1910 zwischen Hohe Düne und Markgrafenheide verkehrenden Strandbahn diesen Flugverkehr zunehmend gefährdet. Daraufhin wird die Oberleitung der Bahn auf einer Länge von ca. 60 m abgebaut. Die Bahn muss diesen Abschnitt stromlos rollend überwinden. Die Marineleitung wirdverpflichtet, Mannschaften zum Schieben der Bahn abzustellen, falls diese einmal liegen bleiben sollte.

Im November 1918 ist der Krieg zu Ende. Das SVK setzt zunächst seine Arbeit fort. Die Verwaltung übernimmt das Reichsschatzamt. Der Flugplatz wird auch von Polizeifliegerkräften und für zivile Zwecke genutzt. Im Jahre 1919 beginnt der Zubringer-Flugverkehr Berlin-Warnemünde für die Fähre nach Gedser und ab April wird die Fluglinie Berlin-Warnemünde-Kopenhagen eröffnet. Es ist der erste 4 deutsche Flugverkehr nach Kriegsende ins Ausland. Die Flugdauer beträgt ca. 3 Std. Schon im Mai wird diese Linie bis Stockholm verlängert. Eine Flugwache der Polizei, bestehend aus einem Oberbeamten und fünf Unterbeamten, überwacht den Flugverkehr. Mit Inkrafttreten des Versailler Vertrages beendet am 10. Januar 1920 das SVK seine Arbeit. Ein großer Teil der Hallen und Einrichtungen wird gesprengt bzw. abgerissen. 1922 wird der Flugplatz Hohe Düne als Verkehrslandeplatz geschlossen. Die Luftverkehrsverbindungen nach Skandinavien laufen jetzt über Hamburg und Stettin. Der Flugzeugkonstrukteur Ernst Heinkel hat eine Flugzeughalle gemietet u. beginnt mit dem Flugzeugbau (durch Vertrag von Versailles stark eingeschränkt). 1923 wird der Flugplatz Reichseigentum. Die Stadt Rostock erhält dafür 800 000 Mark als Entschädigung.

1923 gründet Walther Bachmann, Einflieger und Unternehmer, auf dem Flugplatz Hohe Düne die erste deutsche Land- und Seeflugschule, die „Aero-Sport GmbH“. Bis 1919 hatte Bachmann als Marineleutnant d. R. und Seeflieger beim SVK Dienstgetan. Am 1. April 1923 formiert sich eine „Seeflug GmbH“ mit Sitz in Warnemünde Hohe Düne. Die Marine schuf sich so eine Ausbildungsstätte für Seeflugzeugführer und -beobachter. Da dies lautVersailler Vertrag verboten war, wurde sie unter dem Deckmantel einer privaten Gesellschaft betrieben. Leiter und Geschäftsführer wurde der Korvetten-Kapitän a.D. Goltz.

In den Jahren 1924-1925 wird der Flugplatz zeitweilig wieder Verkehrflugplatz. Die Abteilung Luft- verkehr der „Junkers Flugzeugwerk AG“ erprobt auf der Strecke Berlin-Warnemünde-KarlskronaStockholm eine Nachtfluglinie. Der Flugplatz dienteauch als Zwischenlandeplatz beim Wettbewerb „Deutscher Rundflug“.

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Flugplatz Hohe Düne im Jahr 1924

Da sich die „Aero-Sport GmbH“ nach der Gründung der„ Seeflug GmbH “ so stark einschränken musste, dass ihre geschäftliche Existenz bedroht war, baut Walther Bachmann ab 1926 jetzt ebenfalls Flugzeuge auf der Hohen Düne bzw. führt Reparaturenan Flugzeugen aus. Vom 12.-31.Juli 1926 veranstaltet der Deutsche Luftfahrtverband auf dem Flugplatz Hohe Düne den 3. Deutschen Seeflugwettbewerb. Von 18 ursprünglich gemeldeten Teilnehmern beteiligen sich 12 Starter. Gestartet wurde nach Norderney und später nach Pillau (ehem. Ostpreussen). Sieger wurde Wolfgang von Gronau mit 5 der Heinkel-Maschine HE 5A nach gut 4000 Km Flugdistanz. Als offizielles Ziel dieses Wettbewerbes für Wasserflugzeuge war die „Züchtigung eines seetüchtigen, leistungsfähigen und betriebstüchtigen Postflugzeugs“ genannt. Im Hintergrund steht aber wiederum die Marineleitung, die an Flugzeuge für die Seeaufklärung dachte.

1927 wird die „Seeflug GmbH“ aufgelöst, die Ausbildung der Flugzeugführer und Seebeobachter auf dem Flugplatz Hohe Düne übernimmt die „Deutsche Verkehrsfliegerschule GmbH“ (DVS). Das Personal der „Seeflug GmbH“ und die gerade in der Ausbildung befindlichen Schüler werden von der DVS übernommen. Im Hintergrund der DVS steht erneutdie Marineleitung, die trotz Verbot von Fliegerkräften einen Stamm fliegerisch ausgebildeter Offiziere und Zeitsoldaten haben wollte. Vor ihrer Ausbildung zum Seeflieger müssen die Flugschüler einen Grundlehrgang in Seemannschaft und Navigation an der „Hanseatischen Yachtschule“ in Neustadt/Holstein absolvieren. Neben Kursen für so genannte „Altmärker“, ehemalige Seeflieger, die als Marineoffiziere beurlaubt werden, um die Flugstunden zum Behalt des Pilotenscheins zu absolvieren, werden „Jungmärker“ ausgebildet. So werden zukünftige Marine-Offiziersanwärter genannt.Diese Gruppe besteht aus bis zu 30 Schülern. Neben den Marinekadetten werden aber auch Piloten für die zivile Verkehrsfliegerei ausgebildet, darunter auch Flugschüler aus Brasilien, China und Island. Die Leitung der DVS Außenstelle Warnemünde übernimmt der ehemalige Marineflieger Herrmann Becker. Das Wiederaufleben des Flugverkehrs führt zu erneuten Konflikten mit der Strandbahn. Auf mehreren hundert Meter Länge wird die Oberleitung durch seitliche Stromschienen ersetzt. 1932 werden auf dem Flugplatz „Hohe Düne“ Szenen des UFA-Film’s „F.P.1 antwortet nicht“ mit Hans Albers gedreht.

Ab 1934 wird der Flugzeugbau auf der Hohen Düne gänzlich eingestellt. Neue Produktionsstandorte werden für Heinkel Rostock-Marienehe und für Bachmann Ribnitz. Unter der Bezeichnung „Gruppe W“ wird auf dem Flugplatz Hohe Düne eine getarnte vormilitärische Marinefliegertruppe aufgebaut. Das „W“ steht für General Wilbrand. Er leitete die vormilitärischen Einsätze der Gruppe. Die Piloten sind teilweise Verkehrsflieger, teilweise Offiziere, Unteroffiziere und Matrosen, die in ziviler Montur dienen aber ihren militärischen Rang behalten. Mit Flugzeugen vom Typ „Dornier Wal“ werden fast täglich Fernaufklärungsflüge über der Ostsee in Richtung Osten geflogen. Auf der Hohen Düne und in Markgrafenheide entstehen Wohn- und Kasernenbauten für das Flieger- und Flugplatzpersonal.

Am 16. März 1935 erklären die Nazis die „AllgemeineWehrpflicht“ in Deutschland. Die Luftwaffe wird offiziell zum dritten Wehrmachtsteil erklärt. Die noch zivilen Piloten der „Gruppe W“ haben sich als Offiziersanwärter zur Ausbildung an der Marineschule in Flensburg zu melden. Die Deutsche Verkehrsfliegerschule (DVS) wird aufgelöst. Der Ausbau des Flugplatzes zum Fliegerhorst wird forciert. Das „Höhere Flieger-Ausbildungskommando 2“ übernimmt den Fliegerhorst und bildet bis 1945 vorwiegend Flugzeugführer und Beobachter aus. 1940 wird der Fliegerhorst als Bereitstellungsraum für Heerestruppen und Kampftechnik für den Fall „Weserübung“ genutzt. Am 8. April werden die Truppen mit ihrer Kampftechnik u.a. auch auf Fährenverladen und am 9. April von Warnemünde nach Dänemark übergesetzt. Der Überfall auf Dänemark undNorwegen hat begonnen.

Fliegerhorst Hohe Düne im Jahr 1938
Fliegerhorst Hohe Düne im Jahr 1938

Nachdem 1945 der Flugplatz Berlin-Tempelhof durch Kriegseinwirkung zerstört wurde, wird die Hohe Düne auch wieder Verkehrsflugplatz. Die Lufthansa fliegt bis 30. April noch nach Dänemark, Schweden und Norwegen. Als sich Anfang Mai die RoteArmee dem Raum Rostock nähert, wird der militärische und zivile Flugverkehr gänzlich eingestellt.

1946 – 1956
Nachkriegsperiode, zivile Nutzung, Stationierung von Landeinheiten der Baltischen Flotte

In den Jahren 1946-1947 werden die militärischen Anlagen auf dem Flugplatz „Hohe Düne“ in Erfüllung der Beschlüsse des „Potsdamer Abkommens“ durch die Rote Armee demontiert bzw. gesprengt. Im Eingangsbereich zum Flugplatz (damalsnoch am Neuen Strom gelegen) bleiben drei Gebäude stehen:

  • das Eingangsgebäude zum Flugplatz;
  • ein kleines Gebäude mit Turm (der Turm hat eine Plattform);
  • ein weiteres Gebäude.

Im Haus mit Turm richtet die Baltische Flotte eine Marinesignalstelle ein.

Wir schreiben das Jahr 1948. Der Flugplatz „Hohe Düne“ ist eine Trümmerlandschaft. Wohn- und Kasernenbauten auf der „Hohen Düne“ und in Markgrafenheide sind von Flüchtlingen und Umsiedlern bezogen. Die Baltische Flotte stationiert eine motorisierte Küstenbatterie auf der Hohen Düne nördlich der Straße und nutzt dazu einen Kasernenbau in Strandnähe und vier angrenzende Doppelhäuser. Die Feuerstellungen und der Gefechtsstand befinden sich direkt in den Dünen. In Nutzung durch diese Einheit befinden sich auch einige Baracken auf dem ehemaligen Flugplatz. An einem Anleger im Nordwestteil des Breitlings führt eine kleine Bootswerft Reparaturen an Kuttern und anderen Kleinfahrzeugen aus. Von 1952-1954 entstehtim Westteil des ehemaligen Flugplatzgeländes eine Wohnsiedlung für Angehörige der Warnow-Werft. Dazu wurde die erste Arbeiter-WohnungsbauGenossenschaft der DDR gegründet.

Nachdem 1952 die Westmächte und die Adenauerregierung Stalins Vorschlag, ein geeintes, neutrales Deutschland zu schaffen, abgelehnt haben, beginnt auch in der DDR eine Remilitarisierungswelle, die alle gesellschaftlichen Bereiche erfasst. Im Juli 1952 wird aus der bereits bestehenden „Seepolizei“ die „Volkspolizei See“ (VP-See) mit einem klaren Flottenrüstungs-Programm gebildet. 1954 beginnen Planungen und erste Baumaßnahmen für einen späterenStützpunkt der VP-See in Warnemünde auf der Hohen Düne.

1956 – 1990
Flottenbasis West und 4. Flottille der Seestreitkräfte/Volksmarine der DDR

Am 1. März 1956 wird die Nationale Volksarmee der DDR mit der Verwaltung Seestreitkräfte gegründet. Nachfolgend werden die Stäbe und Einheiten der VP-See in die Seestreitkräfte überführt. Im Mai wird die Flottenbasis West mit den Stützpunkten Hohe Düne und Tarnewitz formiert. Der Stab führt anfangs von Rostock-Gehlsdorf aus. Die operativen Einheiten der Flottenbasis sind noch in Tarnewitz stationiert. Im Juli verlegt der Stab derFlottenbasis in den Stützpunkt Hohe Düne und beginnt mit Vorbereitungen zur Stationierung von Schiffs- und Bootseinheiten. In Baracken werden untergebracht:

  • der Stab der Flottenbasis West;
  • das Stützpunktpersonal;
  • ein Klub mit Kinosaal und Kantine;
  • eine Küche mit Speiseräumen;
  • ein Verpflegungslager;
  • ein Bekleidungs- und Ausrüstungslager.
  • ein Krankenrevier.

Dem Stützpunkt wird eine KFZ-Einheit zugeordnet. Das Gebäude in der Nähe des Fähranlegers wird als Offiziers-Wohnheim eingerichtet. Die Straßen innerhalb des Stützpunktes sind stark zerstört und kaum benutzbar. Sie werden durch das Personal des Stützpunktes und durch Bootsbesatzungen in manueller Arbeit befahr- bzw. begehbar gemacht. Dasnördliche Ufer des Breitlings ist zwar teilweise befestigt, es gibt aber nur eine kurze, nutzbare Anlegemöglichkeit für Schiffe und Boote. Deshalb werden hölzerne Anleger gebaut. Ein außer Dienst gestelltes Schulboot „Prenzlau“ (ehem. Dänische Marine „Quintus“, dann Kriegsmarine ), von den Matrosen wegen seiner eigenartigen Aufbauten als “Hochhaus” betitelt, dient als

  • Hafensignalstelle;
  • Basisfunkstelle und – Führungsstelle für den operativen Diensthabenden(OpD).

Die ersten schwimmenden Einheiten werden zum Stützpunkt „Hohe Düne“ verlegt.

  • 8 Küstenschutzboote (KS-Boote, Typ Seekutter);
  • 10 Hafen- und Reedeschutzboote (Typ Tümmler und Delphin);
  • 10 Räumboote (R-Boote, Typ Schwalbe).
Stützpunkt (Hafenbereich) im Jahr 1956
Stützpunkt (Hafenbereich) im Jahr 1956

Im Dezember 1956 wird aus dem Stab und den Einheiten der Flottenbasis West die 4. Flottille der SSK der DDR formiert. Ihr untergeordnet werden auchdie Seehydrographischen Dienste Warnemünde mit den Unterabteilungen Seezeichenwesen, Vermessungswesen, Nautische Werkstätten sowie einer Bootsgruppe bestehend aus Vermessung- und Seezeichenkontrollbooten sowie einem Tonnenleger.

….. und zwei Jahre später
….. und zwei Jahre später

Von 1957 bis 1958 werden im Stützpunkt umfangreicheBaumaßnahmen durchgeführt. Es entstehen:

  • ein Stabsgebäude unmittelbar am Ufer des Breitlings;
  • eine Beton-Stichpier in der Nähe des o. g. Stabsgebäudes;
  • eine Sperrwerkstatt mit Sperrlager;
  • eine Torpedoregelstelle – ein Wachgebäude;
  • der Tonnenhof Warnemünde.

Ein Teil des Stabes, der Operative Diensthabende (OPD) und die Funkstelle beziehen das neue Stabsgebäude am Breitling. Die Stäbe der Bootsabteilungen sind an Bord untergebracht. Baustellenwagen dienen als Mehrzweckräume. Von 1958 bis 1961 werden In Markgrafenheide 10 Mehrfamilienhäuser gebaut, die vorrangig für Berufssoldaten des Stützpunktes gedacht sind (heutige Max-Reichpietsch-Straße).

Landseitige Einrichtungen des Stützpunktes im Jahr 1958
Landseitige Einrichtungen des Stützpunktes im Jahr 1958

Die nächste große Bauphase im Stützpunkt erstreckt sich über die Jahre 1959 und 1960. Folgende Bauten bzw. Einrichtungen werden fertiggestellt:

  • ein „großes“ Stabsgebäude;
  • drei Unterkunftsgebäude;
  • ein Flottillenlazarett;
  • eine Schiffsinstandsetzungswerkstatt;
  • eine Slipanlage für Boote bis ca. 200 t;
  • eine Bootshalle;
  • ein Kohleheizwerk;
  • eine Großküche mit Speiseräumen;
  • ein Kfz-Park mit Dienstgebäude, Kfz-Hallen, Kfz-W erkstatt und Tankstelle;
  • ein Feuerwehrgebäude;
  • eine Ausrüstungs- und Versorgungspier am Westuferdes Stützpunkthafens mit Portaldrehkran, Wasser-, Dampf- und Treibstoffübergabestellen;
  • ein Tanklager westlich der o. g. Pier
  • ein Munitionslager in Markgrafenheide.

Durch die Soldaten und Zivilbeschäftigten der 4. Flottille werden in unzähligen Stunden, oft auch in der Freizeit, Arbeiten zur Beseitigung von Trümmernund Geländeverschönerung durchgeführt. In der unmittelbaren Umgebung von Liegeplätzen der Schiffeund Boote sowie von Dienst- und Unterkunftsgebäuden werden Grünflächen mit Blumen, Ziersträuchern und Bäumen angelegt. Außerdem werden durch die Schiffs- und Bootsbesatzungen ein Sportplatz mit Aschenbahn und eine Freilichtbühne angelegt bzw. errichtet.

Die Einrichtungen des SHD verlegen von der Seestraße in Warnemünde zur Hohen Düne. Sie beziehen den Tonnenhof und das vorher als Offizierswohnheim genutzte Haus am Fähranleger. Räumboote beginnen mit dem operativen Räumen in denminenverseuchten Küstengebieten vor Warnemünde (Küstenzwangswege), nachdem der SHD-4 die hydro-geographischen und seezeichentechnischen Voraussetzungen für das Minenräumen in küstennahen Gewässern geschaffen hatte.

9 In diesen Zeitraum fällt auch die Formierung bzw. Unterstellung weiterer Einheiten in der 4. Flottille:

  • 4.MLR-Schiffsabteilung mit 10 MLR-Schiffen Typ „Krake“;
  • vier MLR-Schiffe Typ „Habicht“;
  • Hilfsschiffs- und Bergungsdienstabteilung (HSBDA)mit Reedeschleppern, Versorgern, Tankern, Taucher- und Feuerlöschbooten;
  • Barkassen und andere Kleinboote für die Hafenkommandos W’mde u.Tarnewitz;
  • der ehemalige Flugplatz Tarnewitz als Nebenstützpunkt;
  • eine KFZ-Kompanie, eine Wachkompanie u. ein selbständiger Wachzug (letzterer für den Stützpunkt Tarnewitz)

Im Zusammenhang mit den von 1959-1961 durchgeführten Baggerarbeiten für den Seekanal zum Überseehafen Rostock muss das alte Flughafenempfangsgebäude abgerissen werden.1960 wird auch die Signalstelle der Baltischen Flotte geschlossen. Das frei gewordene Haus wird zunächst Wohnhaus und später wegen Baufälligkeit abgerissen.

Am 3. November 1960 werden die Seestreitkräfte der DDR in „Volksmarine“ umbenannt. Für die Schiffe und Boote wird eine Dienstflagge der Volksmarine eingeführt. Die 4. Flottille wird mit den Aufgaben einer Sicherungsflottille beauftragt. Zu Ihren Hauptaufgaben gehören:

  • Küstensicherung;
  • Minenabwehr;
  • U-Boot-Abwehr;
  • Geleitdienst.

1961 erfolgt die Indienststellung des Vermessungsschiffes „Hydrograph“, ein für Aufklärungszwecke speziell ausgerüstetes ehemaliges Fischereifahrzeug. Das Schiff „Hydrograph“ wird der 4. Flottille unterstellt und im Stützpunkt Warnemünde stationiert. Die KS-Boote sowie die Reedeschutzboote vom Typ „Delphin“ und „Tümmler“ werden außer Dienst gestellt. 1962 werden die vier MLR-Schiffe vom Typ „Habicht“ nach Peenemünde verlegt und der 1. Flottille unterstellt.

Von 1963 bis 1964 räumen Kräfte der 4. Flottille (4. MLR-Abteilung und 2. Räumbootsabteilung) gemeinsam mit Räumkräften der 1. Flottille das Seegebiet zwischen Wismar und Usedom frei. In oft wochenlangen, ununterbrochenen Tag- und Nachteinsätzen werden sehr hohe Anforderungen an die physische wie auch psychische Belastbarkeit der Besatzungen der beteiligten Räumschiffe und – boote gestellt. Erschwert wurden die Einsätze durchden Umstand, dass gegen Ende des Krieges überwiegend elektromagnetische Fernzündungsminen gelegt wurden. Diese Minen hatten Zündsysteme mit bis zu 22 Zählschritten. Jeder Räumstreifen musste somit mindestens 22 mal mit dem Kabelfernräumgerät überlaufen werden.

Von den während des zweiten Weltkrieges insgesamt ca. 708 000 gelegten Seeminen, entfiel ein Großteil auf die Ostsee. In den Seegebieten zwischen Wismar und Usedom waren sowohl Minensperren der Kriegsmarine als auchStreuminenfelder vorhanden, die zum Teil von U-Booten, überwiegend aber von britischen Bombenflugzeugen gelegt worden waren. Da die Alliierten Seestreitkräfte in der westlichen Ostsee die Seeherrschaft nicht erringen konnten, hatten sie die Taktik der Minenverseuchung angewandt. Unmittelbar nach Ende des zweiten Weltkrieges hatten Räumkräfte der Baltischen Flotte die wichtigsten Ansteuerungen zu den Seehäfen der damaligen sowjetischen Besatzungszone freigeräumt. Von Sept. 1952 bis Jan. 1953 führten Räumkräfte der Seepolizei weitere Räumaktionen vor der Küste der DDR durch. Danach war das Durchfahren der Seegebiete und das Anlaufen der Seehäfen nur auf den freigeräumten Zwangswegen möglich. Es verblieben jedoch große Seegebiete, in denen mit Minen gerechnet werden musste. Diese Gebiete waren in den Seekarten als „minenverseucht“ bezeichnet.

Im Jahre 1965 wird aus den Räumeinheiten der 4. MLR-Schiffsabteilung und der 2. Räumbootsabteilung die 4. Sicherungsbrigade (4. SB) gebildet. Von der 6. Flottille werden vier KüstenschutzSchiffe (KSS Projekt 50) übergeben, die bisher in Saßnitz stationiert waren. Sie werden im Stützpunkt Warnemünde als KSS-Abteilung der 4. Flottille unterstellt.

1968 zieht die auf der Hohen Düne stationierte mot.Küstenbatterie der Baltischen Flotte ab. In den freigewordenen Kasernenteil („Objekt 2“) zieht der Bergungsdienst der 4. Flottille ein. Stationiert wird dort auch eine mot. leichte Flakbatterie, die der 4. Flottille zugeordnet wurde.

Mit der „Karl Liebknecht“ beginnt 1968 die Außerdienststellung der KSS Projekt 50. Ab 1969 werden auch die MLR-Schiffe Typ „Krake“ außer Dienst gestellt. Parallel dazu werden die ersten Minensuch- und Räumschiffe MSR Projekt 89/1 von der 4. Flottille übernommen. Diese Schiffe werden später durch eine verlängerte Ausführung – MSR-Schiffe desProjektes 89/2 – ersetzt. Aus jeweils 6 MSRSchiffen werden die 2. und 4. MSR-Schiffs-Abteilungen (MSRSA) im Bestand der 4. SB gebildet. Die 4. SHD-Bootsabteilung erhält vier neue Seezeichenkontrollboote und den neuen Tonnenleger „Buk“. 1972 wird die 4. Vermessungsschiffs-Abteilung (VSA)formiert. In ihrem Bestand handeln das Vermessungsschiff „Hydrograph“ und zwei speziell umgerüstete MSR-Schiffe Projekt 89/1. Der Nebenstützpunkt Tarnewitz wird aus der Unterstellung der 4. Flottille entlassen.

Die nächste große Bauphase im Stützpunkt Hohe Düne erstreckt sich über die Jahre von 1973 bis 1978. In dieser Zeit entstehen:

  • ein Versorgungs- und Ausrüstungslager (VAL-4) mit Ersatzteillagern für alle Fachbereiche, Bekleidungs- und Ausrüstungslager, Verpflegungslager, Tanklager mit Bunkerpier, Farblager;
  • eine Instandsetzungsbasis (I-Basis 4) mit Nautischer Werkstatt, Motorenwerkstatt, verschiedenen Waffenwerkstätten, Nachrichtenwerkstatt, Schiffselektronikwerkstatt, Rettungsfloßprüfwerkstatt u. a.
  • eine Lehrbasis mit Unterrichtsräumen und Fachkabinetten für die Spezialausbildung aller Gefechtsabschnitte der Schiffe und Boote, mit Schiffssicherungskabinett und mit U-Jagd-Kabinett „Ataka“;
  • zwei neue Unterkunftsgebäude;
  • ein neues Heizwerk;
  • eine physiotherapeutische Station mit Sauna;
  • ein Klubhaus mit Gaststätte, Kino- und Mehrzwecksaal, Mehrzweckräumen, Bibliothek, Billardzimmer, Fotolabor.

In dieser Phase gibt es auch umfangreiche Veränderungen im Schiffsbestand. Die UAW-Komponente wird deutlich verstärkt. 1973 werden dazu durch die4. Flottille vier U-Jäger des Projektes 201M übernommen. Sie werden als 2. UAW-Schiffsabteilung (UAWSA) der 4.SB zugeordnet. Diese Schiffe werden 1976 ausgemustert und durch sechs modernere U-Jäger Projekt 12.4 Typ „Hai“ ersetzt. Das Motorschulschiff „Wilhelm Pieck“ wird in Dienst gestellt. Auf dem Schulschiff erhalten vorwiegend Offizierschüler ihre praktische Ausbildung. Die Ausbildungsfahrten erfolgen in die Ostsee, aber auch als Fernfahrten nach Murmansk, in das Mittelmeer und in das Schwarze Meer. Die 4. SHD-BootsAbteilung erhält das neue Vermessungsschiff „Carl Fr. Gauss“. Der veraltete Vermessungskutter mit gleichem Namen wird außer Dienst gestellt.

Der 4. Flottille wird die Raketentechnische-Abteilung (RTA) unterstellt, die in Schwarzenpfost bei Rövershagen stationiert ist.

1977 wird als letztes KSS des Pr. 50 die „Ernst Thälmann“ außer Dienst gestellt. Ein Jahr später wird das erste KSS der Nachfolgegeneration vom Projekt 1159 mit dem Namen „Rostock“ in Dienst gestellt. 1979 folgt das KSS „Berlin-Hauptstadt derDDR“. Noch 1978 wird der 4. Flottille auch das Bergungsschiff „Otto von Guericke“ zugeführt.

Von 1980-1982 werden westlich des Marinestützpunktes sechs Würfelhäuser (Hohe Düne Nr. 22-28) gebaut, die vorrangig für Berufssoldaten der 4. Flottille vorgesehen sind.

1981 beginnt die Indienststellung der UAW-Schiffe vom Typ „Parchim“. Jeweils 4 Schiffe bilden die 2. und 4. UAW-Schiffsabteilung im Bestand der 4.SB. Parallel werden die U-Jäger vom Typ „Hai“ ausgemustert.

1983 erhält die HSBDA zwei Hilfsschiffe des Typs 602 (Hochseeversorger „Darss“ und Werkstattschiff „Kühlung“). Die RTA wird in eine Raketen-technischeKompanie (RTK-4) umgewandelt. Sie stellt die Raketenbewaffnung der KSS des Projektes 1159 sicher. Die RTK erhält im Stützpunkt Warnemünde Dienstgebäude, Unterkünfte und einen Technikpark. 1984 wird die 4. KSS-Abteilung in die 4. KSSBrigade umstrukturiert. 1985 erhält die 4. VSA für das ausgemusterte Schiff „Hydrograph“ den speziell für die Aufklärung umgerüsteten Hochseeversorger vom Typ 602 „Jasmund“. 1986 erfolgt die Indienststellung des dritten KSS Projekt 1159 mit dem Namen„Halle“. Die 4. HSBDA wird umbenannt in 4. Sicherstellungs-Schiffs-Abteilung (4. SSA).

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Einrichtungen des Stützpunktes im Jahr 1985

 

Liegeplätze im Stützpunkt
Liegeplätze im Stützpunkt

1990 endet die Ära der Volksmarine und damit die der 4. Flottille. Am 4. Oktober sind die Soldaten und Zivilbeschäftigten der 4. Flottille zu einer feierlichen Musterung im Stützpunkt Hohe Düne angetreten. Der letzte Chef der 4. Flottille, Kapitän zur See Fechner, erinnert an die Geschichte der Flottille und würdigt in seiner Dankesrede das pflichtbewusste und besonnene Verhalten der Soldaten und Zivilbeschäftigten besonders auch in der Zeit der „Wende“. Auf Kommando des Chefs der 4. Flottille werden die Dienstflaggen der NVA und der Volksmarine eingeholt.

Ein Tag später. Erneut eine Dienststellenmusterung.Anwesend ist diesmal auch ein Kommando der Bundesmarine unter Leitung von Flottillenadmiral Horten. Mit militärischen Zeremoniell wird der neue Kommandeur der 4. Flottille, Kapitän zur See Kämpf,durch Admiral Horten in seine Dienststellung eingeführt. Auf Kommando von Kapitän zur See Kämpf wird im Stützpunkt Hohe Düne die Bundesdienstflagge aufgezogen. Die im Stützpunkt Warnemünde stationierten Schiffe der GrenzschiffsAbteilungen werden vom Bundesgrenzschutz übernommenund als 3. BGS-Flottille geführt. Tonnenhof und das SHD-Gebäude am Fähranleger gehen in den Besitz des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund über. Das Gebäude wird zunächst Sitz der Lotsenbrüderschaft und 2005 abgerissen (heute steht an gleicher Stelle ein Wohngebäude im ähnlichen Stil). In den Folgejahren wird die Dienststelle Hohe Düne in die Struktur eines Stützpunktes der Marine der BRD überführt.

Übersicht: Die Chefs der 4. Flottille

1956 – 1958 Konteradmiral (Freg.Kpt) Walter Kühn
1958 – 1961 Konteradmiral (KzS) Hans Streubel
1961 – 1965 Kapitän zur See (KzS) Fritz Notroff
1965 – 1971 Konteradmiral (KzS) Herbert Bernig
1971 – 1976 Kapitän zur See (KzS) Waldemar Richter
1976 – 1980 Konteradmiral (KAdm) Klaus Kahnt
1980 – 1985 Konteradmiral (KAdm) Rolf Rödel
1985 – 1989 Konteradmiral (KAdm) Gerhard Müller
1989 – 1990 Kapitän zur See (KzS) Joachim Fechner

( ) = letzter Dienstgrad während der angegeben Zeit

6 thoughts on “Die Geschichte des Marinestützpunktes „Hohe Düne“ 1913 – 1990

  1. ich war 1971 -1974 auf der -Ernst Thälmann- als Stabsmatrose-Sperr.Die Jahre waren eigentlich schön.Reisen nach polen -baltisk und Leningrad wurden auch unternommen.

  2. Ich war dort bei der Grenzbrigade Küste von 1967 – 1970 als Signalgast tätig. Unsere “Reisen” gingen meistens Richtung Lübecker Bucht 🙂 ich war dort in der Gruppe 6 / G62-64 . Bin Ende April 1970 als Stabsmatrose vom Wehrdienst verabschiedet worden.

  3. Hallo zusammen, ich habe von Oktober 1966 bis Sommer 1967 die Marineschule Parow besucht und von 1967 bis 1968 auf dem KSS Friedrich Engels (Nr. 124) als Oberbootsmann gedient. In dieser Zeit wurde ich zum Maat (Parow) und zum Obermaat (im Seedienst) ernannt bzw. befördert. Vom KSS mußte ich mich 1968 verabschieden, weil ich meine Verpflichtung für eine Dienstzeit von zehn Jahren rückgängig gemacht hatte. Mir fehlte damals die vom zuständigen Wehrkreiskommando versprochene Unterstützung in Sachen Familie. Ich wurde zu ersten Einheit vom MSR-Schiffen versetzt und auch dort war ich von Anfang bis Ende als Oberbootsmann im Einsatz. In Würdigung meiner Leistungen wurde ich am letzten Tag meiner Zugehörigkeit zur Volksmarine zum Meister befördert. Meinen Stolz kann nur jemand nachempfinden, der wie ich mit Leib und Seele dabei gewesen ist. Ich kann heute, fünfzig Jahre später, nur sagen, dass ich stolz auf meine Dienstzeit bin und nie vergessen werde, dass ich in diesen vier Jahren zum Mann im wahrsten Sinne des Wortes geworden bin. Ebenso stolz bin ich auf die Teilnahme an der sogenannten Orkanfahrt im Oktober 1967, auch wenn ich das während des Orkans mit einer Spitzenstärke von 13 ein wenig anders gesehen habe. Niemand kann mir alle die Erinnerungen an Entbehrungen, Einsatzbereitschaft, persönliche Erfolge und Kameradschaft nehmen. Im August diesen Jahres werde ich nach Parow reisen und noch einmal das empfinden, was mich im Oktober 1966 bewegt hat.

  4. Ich war von 88 – 90 als Signalgast auf KSS 143 Halle. Als Erich abgesetzt wurde waren wir gerade auf See. Das letzte Flottenmanöver auf der Warnow habe ich auch mitgemacht. Auch die Aussage stammt aus meiner Dienstzeit: Bei Freigang ist nur noch in Gruppen nach draußen zu gehen. Schade für diese Aussage. Immerhin waren wir alles Söhne von irgendwelchen Eltern.

  5. ich war von 1973-1976 als fahrmaat auf “MS OSTSEELAND” die dinstzeit war okay auch ohne mitglied der partei zu sein. denn kammeradschaft gehörte auch dazu. und man hatte auch bezihungen zu kammeraden die in parow.zusammen auf schule waren.

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